20.09.2013

Was wir aus dem unguten Gefühl in der Magengegend lernen können

Laut der Evolutionstheorie sind wir alle ein Nachkomme von Gestein, ein Zufallsprodukt, eine Weiterentwicklung von Bakterien… Also stellt sich die Frage, woher hat bitte solch ein Produkt ein Gewissen, ein inneres System, das einem sagt, wenn er etwas falsch gemacht hat?

Nein, ich meine jetzt nicht, dass es falsch ist, zu entscheiden, was richtig und falsch ist, ganz im Gegenteil. Ich frage: Woher hat ein Sohn/ eine Tochter eines Felsbrockens ein Kontrollsystem, das das eigene Handeln reflektiert, damit dieser erkennt: das war gerade daneben, was ich getan habe?

Wieder einmal hat der Atheismus darauf keine Antwort.

Doch was bedeutet das schlechte Gefühl, dieser nagende Gedanke, wenn ein Kind seinen Eltern ungehorsam war, sie hintergangen hat und etwas getan hat, das verboten war?

Wieso fühlen wir uns so schlecht, wenn wir die Unwahrheit sagen, betrügen und uns nehmen, was uns nicht gehört? Wieso fühlen wir uns so schlecht, nachdem wir im Zorn einen geliebten Menschen angeschrien oder verletzt haben? Wieso quält uns ein tiefer Unfriede, wenn wir unsere Freundin/ unseren Freund betrogen haben? Wieso haben wir Unbehagen „Ich liebe dich!“ zu unserem Partner zu sagen, während wir uns daran erinnern, an wen wir gestern gedacht haben, oder wohin wir gestern mit unseren Augen geblickt haben?

Hat uns das irgendwas zu sagen?

Ja, all diese Dinge sind falsch. Und meistens ist es doch so, dass das schlechte Gewissen keinerlei Konsequenzen auf unser Handeln hat. Wir entschuldigen uns meist nicht, wir bekennen uns nicht zu unserem Vergehen. Im Gegenteil, wir verdrängen den Gedanken, lenken uns ab, kurz: wir töten das schlechte Gewissen.

Was für ein Segen würde entstehen, wenn wir Konsequenzen ziehen würden aus unserem Fehlverhalten, wenn wir wirklich auf unser Inneres hören würden. Wenn wir uns wirklich zu unseren Fehlverhalten bekennen und es in Ordnung bringen würden.

Doch wir sagen uns: „Er hat es verdient!“, „Wie sie mir, so ich ihr!“, „Jeder hat doch ein paar Leichen im Keller!“, „Das tut doch jeder!“ und so weiter und so fort.

Wenn wir ehrlich zu uns selber wären, dann könnten wir erkennen, dass das Gewissen dazu da ist, uns zu zeigen, wenn wir etwas getan haben, das Unrecht ist. Doch das will ja keiner hören!

„Ich soll etwas Falsches getan haben?“

Gott sagt, dass er seine Maßstäbe in unsere Herzen gegeben hat. Wir wissen nur zu gut, was Recht und Unrecht ist. Doch wir hören nicht darauf. Wir haben keine Entschuldigung für all unser Fehlverhalten. Wir wussten es ist falsch, taten es aber trotzdem. Wir hatten ein schlechtes Gewissen, doch brachten es nicht in Ordnung.

Sind wir wirklich so blind, dass wir nicht sehen, dass unser Leben voll Ungerechtigkeiten und Unrecht ist? Dass wir verletzen, obwohl wir behaupten zu lieben, wir sind unserem Partner untreu mit unseren Augen, wir verleumden unsere Mitmenschen und rechtfertigen unser Verhalten mit Ausreden aller Arten.

Doch es wird eine Zeit sein, in der Gott Gerechtigkeit schaffen wird. Dann wird er all die Ungerechtigkeit und all das Unrecht bestrafen. Wenn du jetzt sagst „Recht so!“, dann muss ich dir sagen, dass Gott bei dir anfangen wird, mein Freund.

Wäre Gott gerecht, wenn er nur das große Unrecht dieser Welt strafen würde, aber die kleineren Dinge, über die keiner redet, die du versteckst und verschweigst, stehen lassen würde?

Der Gottlose wird Gott nicht los.

Jesus Christus sagte vor 2000 Jahren: Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen!“

Schon bald wird der Herr Gericht halten über all das Unrecht das du und ich und der Rest der Welt, begangen haben. Der Tag rückt näher.

Der Herr hält derzeit mit der einen Hand seine Gerechtigkeit zurück, während er dir seine andere Hand entgegenstreckt. Eines Tages wird er beide Hände fallen lassen.

Höre besser auf das, was dir dein Innerstes sagt und komme zu dem, der in der Lage ist, dir vollkommene Vergebung und Gerechtigkeit zuzusprechen.

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist vom Tod zum Leben hindurch gedrungen. (Johannes 5, 24)

Bei Christus ist Vergebung.

LG Marcus