09.10.2013

Mann am Ast

Wenn du einmal ehrlich zu dir selbst bist, dann wirst du zugeben müssen, dass du von den Dingen die du liebst, nicht genug bekommen kannst.

Es gleicht einem Drama. Wir leben für Dinge, die uns kurzzeitig zu befriedigen scheinen, aber sie haben keinen Bestand. Im Gegenteil die Dinge an denen wir hängen sie richten uns zugrunde.

Manch einer sehnt sich so sehr nach Anerkennung und Ehre, dass er alles dafür tut, beruflich erfolgreich zu sein. Dabei bekommt er nicht genug. Das Ende vom Lied ist, dass er zwar ein tolles Sportcupé fährt, aber alle seine Freunde verloren hat und nur noch für die Arbeit lebt. Er täuscht sich selbst, denn er redet sich ein, dass er es geschafft habe. Innerlich leer, äußerlich ein Charakterschwein und kaum soziale Kontakte…

Oder da sind junge Mädels, die sich so sehr nach Liebe und einer Beziehung sehnen, dass sie alles dafür tun und auf Typen reinfallen, die wiederrum nur an ihrem Körper interessiert sind. Nachdem der Typ sie dann ins Bett bekommen hat, während er ihr die große Liebe verspricht, lässt er sie dann fallen. Diese junge Dame reagiert mit noch größeren Sehnsüchten nach Liebe und Wärme, doch der nächste Typ lauert schon an der nächsten Ecke. Das Ende vom Lied ist, dass sie in jungen Jahren schon zu viele Sexualpartner hatte, als dass sie noch dazu stehen könnte. Sie gleicht einem Apfel, von dem jeder ihrer Partner einmal herunter gebissen hat und von dem kaum noch etwas übrig ist.

Das Problem ist, dass wir die Dinge lieben, die uns aber innerlich zugrunde richten.

Wir wissen dass manche Dinge, wie z.B. Pornographie falsch sind, doch wir können nicht davon lassen, bis wir süchtig danach werden und diese Dinge unseren Charakter und die Art wie wir denken und reden komplett verändern.

Doch nichts kann unser inneres Loch im Herzen füllen, wir sehnen uns nach mehr, nach irgendetwas das Bestand haben wird.

Wir sehnen uns nach Freude und versuchen es mit möglichst viel Spaß.

Wir sehen uns nach Liebe und versuchen es mit Sex zu erlangen.

Wir tun das was Lust macht – um Erfüllung zu erlangen.

Doch was wir eigentlich suchen, nach was wir uns ernstlich sehnen, ist das was Gott uns geben möchte. Denn nur unser Schöpfer vermag es, das Loch in uns zu füllen. Er vermag es uns Freude, Liebe und Erfüllung zu geben.

Doch da gibt es ein Problem. Wir wollen an dem festhalten, was unser Verderben ist. Denn wir glauben nicht, dass Gott uns etwas Besseres zu geben vermag. Und diese Dinge gefallen uns, die uns letztendlich nach unten ziehen.

Doch diese Dinge sind nur ein Imitat dessen, was Gott uns geben kann. Sünde ist, was Lust macht.

Doch Frieden mit Gott, unserem Schöpfer, ihm entspringt tiefe Freude, Sinn, Liebe und Erfüllung.

Die Frage stellt sich, ob wir so mutig sind, loszulassen.

Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Nicht die Gesunden brauchen einen Arzt, sondern die Kranken; ich bin nicht gekommen Gerechte zu rufen, sondern Sünder zur Buße!

Lukas 5, 31-32

Gruß Marcus