FREIHEIT

Was bedeutet es Frei zu sein?

30.03.2013

Was bedeutet es Frei zu sein?

Bedeutet Freiheit tun und lassen zu können was man will und sich wünscht? In einer gewissen Hinsicht und im einfachsten Sinne schon. Wir wollen uns nicht herumkommandieren lassen, wir wollen nicht zu bestimmten Handlungen gezwungen werden und wir haben es überhaupt nicht gern wenn jemand auf uns Druck ausübt. Wer darf uns Grenzen setzten, oder in unserem Leben entscheiden was richtig oder falsch ist? Bedeutet Freiheit also frei zu sein von allen Grenzen?

Allein sich selbst verantwortlich zu sein und keinem Rechenschaft stehen zu müssen? Manchmal denken wir das, oft wird uns das suggeriert und ab und zu wünschen wir uns das sogar... Aber wir leben in einer Welt, in der diese Art der Freiheit nicht möglich ist, nicht im Absoluten Sinne. Du lebst in einer Welt, in der dir gesagt wird wann du was wert bist. Ab wann bist du normal, zu dick oder zu dünn, gehörst du zur unteren Gesellschaftsschicht, zur mittleren oder zur oberen und wer entscheidet darüber.

die Werbung suggeriert uns viele Dinge

Wann bist du anerkannt auf deiner Arbeit? Dann etwa, wenn du meinst eine gute Arbeit abgeliefert zu haben, genug geleistet zu haben? Wer bestimmt deinen Kleidungsstil? Welche Uhr du trägst oder welchem SocialNetWork du angehörst? Wer meint er sei frei in allem was er denkt, wie er handelt oder was er von sich gibt, was er anzieht und mit welchen Leuten er sich abgibt, der lebt in einer Illusion.

Aber finden wir unser Glück und unsere Freude wirklich darin Freiheit zu besitzen?

Denn wir wollen oder denken zwar dass wir in der Freiheit unsere Freude finden, aber in Wahrheit finden wir unsere größte Freude gerade darin, abhängig von anderen zu sein.

Wir suchen und wünschen uns anerkannt zu sein, von unseren Freunden, den Menschen die wir lieben, aber auch von jenen die wir nicht kennen. Wir wünschen und Lob für unser Arbeitsleistung und wir sehnen uns danach beachtet zu werden. Eine Mutter findet darin Freude, um 3 Uhr Nachts aufzustehen um nach ihrem weinenden Baby zu sehen, ob es im gut geht.

aufopfernde Liebe ist erfülend

Ein Ehemann findet darin Freude, hart zu arbeiten um seine Familie ernähren zu können. Menschen erwarten, fordern, und drängen uns zu bestimmten Handlungen und Verhaltensweisen, ja wir werden eingeschränkt und unserer Zeit und Kraft beraubt und doch,...finden wir gerade darin zugleich unsere Freude. Da ist ein verliebtes Pärchen, der Mann ist um die Frau besorgt und die Frau um den Mann, jeder wünscht sich den anderen glücklich zu sehen und findet darin auch eine tiefe Erfüllung.

In jeder gesunden Beziehung, Eltern und Kind, Mann und Frau, Freundschaften usw. ist jeder bereit sich einzuschränken, zu verzichten, aufzugeben, verändert zu werden usw.

Was aber ist das Ziel das man mit solch einer Aufopferung bezweckt? Das Glück des anderen! Denn darin finden wir auch unsere Freude, das gibt unserem Leben einen Sinn.

Um die dritte Frage beantworten zu können, müssen wir erst mal etwas begreifen. Was steht der aufopferden, sich selbst einschränkenden Liebe entgegen? Was führt zum Ende jeder Art von Beziehungen? Die Selbstsucht! Die Eigenliebe!Es gibt nichts was dem Menschen mehr entgegensteht als er selbst. Es sind nicht die Umstände, nicht die Gewohnheiten, nicht seine Erziehung, nicht die anderen, nicht seine Art und Weise... Der Mensch selbst ist das Problem.

Daher bedeutet wahre Freiheit, - frei zu sein – von sich selbst. Aber das allein könnte in Gleichgültigkeit ausarten, so wie in Buddhismus. Nein, wahre Freiheit bedeutet frei zu sein von sich selbst, mit dem Ziel, sich zugleich jemand anderem ganz hinzugeben. Das ist wahre Freude und wahre Freiheit. Du bist ein Sklave deiner eigenen Sünden, deiner Selbstsucht, deines Stolzes, deines harten Herzens. Wie willst du dich von dir selbst befreien? Und wem willst du dich dann hingeben? Es gab einen der frei war und der daher freiwillig als Knecht herab kam. Einer der alles hatte, aber alles verließ.

Einer der alle Macht hatte, aber sich in die Hände von Sündern auslieferte. Er war das Licht der Welt und es wurde Finster über ihm. Er war die Wahrheit und man nannte ihn einen Lügner. Er war das Leben und gab sich doch hin in den Tod. Der unumschränkte hat sich beschränkt, Gott wurde Mensch. Daher besteht wahre Freiheit darin, sich ganz dem hinzugeben, der sich selber für mich gab. Wer ist der da dürstet, wer ist der da hungert, der komme zu Herrn! So wird er mehr empfangen als er je hätte erbitten oder sich erdenken können.